Projektarbeit Fachinformatiker Systemintegration

Bei der Projektarbeit handelt es sich um einen der wichtigsten Teile der Abschlussprüfung, den die Teilnehmer an der Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration zu bestehen haben.

Die Projektarbeit, die im Rahmen der Abschlussprüfung anzufertigen ist, wird in Form einer Präsentation vorgestellt und im anschließenden Fachgespräch erörtert.

Das Konzept muss in Form eines Projektantrags dem Prüfungsausschuss vor der Durchführung zwecks Genehmigung vorgelegt werden. Der Projektantrag muss bis zum Anmeldeschluss eingereicht werden. Nach der Genehmigung durch den Prüfungsausschuss, kann die Durchführung und Dokumentation der Projektarbeit im vorgegebenen Bearbeitungszeitraum erfolgen.

Für die Durchführung der Projektarbeit und der Anfertigung der Dokumentation steht dem Prüfungsteilnehmer ein ca. sechswöchiges Zeitfenster zur Verfügung, in der die Bearbeitungszeit von 35 Stunden frei gewählt werden kann. Die Durchführung und Dokumentation der Projektarbeit sowie die anschließende Präsentation und das Fachgespräch fließen zu 50 % in die Bewertung der Abschlussprüfung ein. Der Durchführungszeitraum ist vom Prüfungsteilnehmer verbindlich im Projektauftrag zu definieren. Die Projektarbeit muss vor Beginn der schriftlichen Prüfung beendet sein. Ist absehbar, dass der Durchführungszeitraum nicht eingehalten werden kann, ist der Prüfungsausschuss zu informieren, der daraufhin entscheidet, ob dieser ggf. verändert bzw. verlängert werden kann.

Auswahl des Themas der Projektarbeit

Bei der Auswahl des Themas sollte der Prüfungsteilnehmer unbedingt darauf achten, dass es sich um ein aktuelles Thema handelt, das seinem Einsatzgebiet bzw. Fachbereich entspricht und darüber hinaus im Ausbildungsbetrieb zum Einsatz kommen kann. In Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb wählt der Prüfungsteilnehmer das Thema seiner Projektarbeit aus. Überwacht wird die Ausführung des betrieblichen Projekts von einem vom Ausbildungsbetrieb gestellten Projektbetreuer.

Der Projektantrag

Der Projektantrag ist Teil der Projektarbeit und somit auch Teil der Abschlussprüfung zum Fachinformatiker Systemintegration. Die Entscheidung über die Genehmigung des Projektantrags erfolgt ca. vier Wochen nach Anmeldeschluss und Abgabe des Projektantrags durch den Prüfungsausschuss. Dieser genehmigt den Projektantrag entweder wie vorgelegt oder er versieht diesen mit Änderungen und gibt ihn dann anschließend zur Durchführung frei. Erfolgt keine Genehmigung des Projektantrags, informiert der Prüfungsausschuss den Prüfungsteilnehmer über die Ablehnung und die dazugehörigen Gründe. Der Prüfungsteilnehmer hat nun einmal die Gelegenheit, den Projektantrag zu überarbeiten und diese nach Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb zur nochmaligen Prüfung an den Ausschuss weiterzuleiten. Für die Überarbeitung stehen dem Prüfungsteilnehmer lediglich eine Woche nach Bekanntgabe der Ablehnung zur Verfügung. Häufig wird ein Projektantrag vom Prüfungsausschuss abgelehnt, weil dieser nicht ausreichend verständlich formuliert bzw. das zu lösende Problem nicht hinreichend klar beschrieben wurde. Daher ist es von Vorteil, den Projektantrag einer weiteren Person zum Lesen zu geben, bevor dieser beim Prüfungsausschuss eingereicht wird.

Aufbau des Projektantrags

Der Projektantrag wird wie folgt untergliedert:

  1. Projektbezeichnung: Dieser Teil des Antrags enthält das Thema, eine Kurzbeschreibung, die Ist-Analyse und im Falle eines Teilprojekts mögliche Schnittstellen.
  2. Zielsetzung und Soll-Konzept: Im zweiten Teil sind die zu erfüllende Anforderungen aufgelistet und das Ziel des Projekts kurz beschrieben.
  3. Projektstrukturplan: In diesem Teil des Projektantrags sind die für die Erfüllung des Projektziels erforderlichen Teil- und Hauptaufgaben enthalten.
  4. Projektphasen: Anschließend sind die relevante Projektphasen mit einer detaillierten Zeitplanung in Stunden darzulegen.
  5. Erklärung des Antragsstellers: Den fünften Teil bildet die Erklärung des Antragsteller bzw. Prüfungsteilnehmers.

Bei der Formulierung des Projektantrags ist darauf zu achten, dass die eigene Prüfungsleistung erkennbar ist, d.h. es sollte klar werden, welche Aufgaben vom dem Prüfungsteilnehmer tatsächlich eigenständig durchgeführt werden. Sie sollten sich bei der Formulierung des Projektantrags auf das wesentliche beschränken, hierbei sehr präzise sein. Bei der Formulierung sind noch viele Fragen noch offen, daher sollte man sich hier nicht auf Lösungen festlegen, sondern im Wesentlichen mögliche Lösungsansätze kurz beschreiben.

Gliederung der Projektdokumentation

Die Projektdokumentation darf inklusive Anhang maximal 50 Seiten lang sein. Sie sollte wie folgt aufgebaut sein:

  1. Deckblatt mit dem Titel der Projektarbeit, Angabe und Kontaktdaten des Projektteilnehmers, Name und Kontaktdaten des Projektbetreuers.
  2. Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben

Die Übergabe der Dokumentation muss bis zum letzten Tag des Durchführungszeitraums erfolgen. Die verspätete Abgabe der Dokumentation wird vom Prüfungsausschuss als nicht erbrachte Prüfungsleistung gewertet.

In der Persönlichen Erklärung ist vom Prüfungsteilnehmer und dem Betreuer der Projektarbeit zu versichern, dass das Projekt wie beschrieben durchgeführt wurde und auch die dazugehörige Dokumentation vom Prüfungsteilnehmer eigenständig erstellt wurde. Weiterhin muss bestätigt werden, dass der Zeitrahmen nicht überschritten wurde und dem Prüfungsausschuss die Projektdokumentation zur Verfügung gestellt wurde. Die persönliche Erklärung muss dem Prüfungsausschuss vor Beginn der Präsentation übergeben werden.

Präsentation und Fachgespräch

Das Ergebnis der Projektarbeit ist dem Prüfungsausschuss im Form einer Präsentation vorzustellen und im darauffolgenden Fachgespräch detailliert zu erläutern. Der vorgegebene Zeitrahmen für Präsentation und Fachgespräch beträgt maximal 30 Minuten. Ziel des Fachgesprächs ist es, für den Prüfungsteilnehmer, den Nachweis zu erbringen, dass er fachbezogene Problematiken aufzeigen und Lösung darstellen kann. Darüberhinaus soll er seine Herangehensweise bei der Projektarbeit ausreichend begründen können und auch die dazugehörigen fachlichen Hintergründe aufzeigen.

Das Fachgespräch läuft im Wesentlichen wie folgt ab: Der Vorsitzende des Prüfungsausschuss stellt die Mitglieder vor und erledigt die offiziell vorgeschriebenen Punkte. Der Prüfungsteilnehmer gibt das Original seiner persönlichen Erklärung ab. Nach der fünfzig minütigen Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeit folgt das ebenfalls so lange dauernde Fachgespräch. Anschließend berät sich der Prüfungsausschuss. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teilt dem Prüfungsteilnehmer im Anschluss die Ergebnisse mit.